Rheinart_text1  
Streifenverzierung
   

Über die Gruppe


RheinArt ist eine freie Gemeinschaft von ca. 40 Künstlern aus Remagen und Umgebung und wurde am 8. Oktober 2006 von Claus Bella, Rosmarie Feuser und Christoph Noebel aus der Taufe gehoben.
Sie trifft sich monatlich mit dem Ziel, sich gegenseitig auszutauschen und in verschiedenen Gruppierungen Kunstaktionen zu planen und auszuführen. RheinArt vertritt keine spezifischen Kunstformen, ist offen für jeden Teilnehmer und will mit Aktionen zur kulturellen Gestaltung in der Stadt Remagen beitragen.

Konzept:

Rebellen, Reformer und Revolutionäre waren immer - und sind auch heute - ein lebensnotwendiger Bestandteil unserer Gesellschaft! Es gibt sie sowohl in der Politik, wie auch in der Kunst, den Wissenschaften und im normalen Leben. Sie sind Menschen, die bürgerliche Normen in Frage stellen, die Widerstand leisten, die querdenken, die ungewöhnlich handeln und sich meistens als Individuen aus der Menge hervorheben.

RheinArt, Freie Künstlergruppe Remagen, leistet einen Beitrag zum Kultursommer-Thema 2007 “Rebellen, Reformer, Revolutionäre. Damit will sie auf die wichtigen gesellschaftlichen Errungenschaften und die Notwendigkeit der Rebellen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hinweisen. In diesem Zusammenhang wird RheinArt das Projekt “Schwimmen gegen den Strom” durchführen. Es bezieht sich sowohl auf das Thema “Rebellion“ und “Widerstand“, wie auch auf die enge Verbindung der Stadt Remagen zum Rhein.

Durch das in Remagen gelegene Arp Museum Bahnhof Rolandseck bietet sich der Künstlergruppe RheinArt ein lokaler Bezugspunkt. Daher plant die Gruppe, sich in ihrem Beitrag an Hans Arp als Gründer des Züricher Dada, sowie, gemeinsam mit dem im nahe liegenden Brühl geborenen Max Ernst als Mitbegründer des Kölner Dada, zu orientieren.

Das Phänomen Dada brach mit allen künstlerischen und gesellschaftlichen Regeln der Nachkriegszeit des Ersten Weltkriegs. Widerstand gegen die bürgerlichen Normen war das Motto dieser Künstler: das Absurde, der Zufall, die Collage und tägliche Gebrauchsgegenstände waren Themen und Instrumente ihres künstlerische Ausdrucks. Bildende und darstellende Kunstformen wurden in gemeinsamen Aktionen, insbesondere improvisierten Performances, vereint.

RheinArt greift mit dem Projekt “Schwimmen gegen den Strom” dieses Prinzip mit eigenen Aktionen auf. So wird zum einen Kunst “gefeiert“, zum anderen wird die erwartet große Zahl der Besucher der verschiedenen Aktionen zum Denken und Mitmachen angeregt.

Für RheinArt hat das Konzept Dada noch zusätzlich eine interessante lokale und daher relevante Komponente: es lässt sich eine direkte Parallele zum rheinischen Karneval erkennen, dessen Grundidee der Narrenfreiheit und des Widerstandes gegen die Obrigkeit mit dem Konzept Dada eng verwandt ist.

Neben der Kunstausstellung und den Performance-Aktionen bietet die Künstlergruppe öffentliche Diskussionen. Dabei soll in erster Linie das Thema “Dada Heute” diskutiert werden, um die gegenwärtige Relevanz dieser Kunstbewegung, die Thematik “Rebellion“ und die RheinArt Aktionen zu erörtern.

Kontakt: Clausbella@aol.com